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Fontanestadt Neuruppin

Posted on 11 März, 20268 Mai, 2026 by ul

Hier entsteht die Landingpage . . .

Die „Blaue Blühwiese am Klappgraben“ wächst durch die Zusammenarbeit von Mitgliedern der städtischen Verwaltung, der Fraueninitiative, dem Verschönerungs-Verein e.V. und Klima und Alltag e.V. (https://neuruppin.de/pressemitteilungen/artikel/testfeld-wiese-am-kirchplatz).

Sie ist eine Zwischenlösung und ein Testfeld, denn dieser Nebenbereich des Kirchplatzes, die ehemalige Busspur, soll bis zum Schinkel-Jubiläum im Jahr 2031 umgestaltet werden. Hier wurde der Asphalt geöffnet und eine dünne Bodenschicht aufgetragen. Regen kann einsickern, Lebensraum entstehen.

Die Wildblumensaaten stammen von der Wildsamen-Insel (www.wildsameninsel-insel.de) im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und sind auf eine 3- bis 4-jährige Verweildauer ausgerichtet. Das Artenspektrum umfasst bis zu 30 verschiedene Wildpflanzenarten (einjährige, mehrjährige), die im Laufe des Jahres aufblühen werden. Viele blau bis violett blühende Arten wie Flockenblume, wilder Majoran, Kornblume oder Natternkopf symbolisieren das Wasser des unterirdischen Klappgrabens an diesem Ort.


Kleine Wiese, große Wirkung
Der Asphalt ist weg, dieses Stückchen städtischer Boden kann atmen, Regenwasser aufnehmen, auch von den umliegenden Gehwegplatten. Durch Taubildung und Verdunstung kann dieser Ort nun kühlen anstatt sich im Sommer aufzuheizen. Vorteile allein durch Entsiegelung. mehr …
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Die heimischen Wildblumen locken einen ganzen Tross einheimischer Fauna. Der Boden wird durchwurzelt und belebt, Insekten und Vögel finden Nahrung und Unterschlupf, es summt und brummt, ein Lebensraum entsteht. Im Jahresverlauf ändert sich das Erscheinungsbild. Früh- und spätblühende Arten stehen munter gemischt, behalten ihre Samenstände, auf dass sie sich wieder aussäen. Erst spät im Herbst oder besser noch im zeitigen Frühjahr wird die Fläche gemäht.

Die Bänke laden ein, zu verweilen, mal Pause zumachen. Wir können uns Zeit nehmen für eine optische Entdeckungsreise in diese kleine Wiese oder – schlicht und frei von Anstrengung – die Augen zur Erholung ins Grüne schicken. Bitte stillen Sie Ihre Neugierde nur mit den Blicken, die Füßen sollten unbedingt auf den breiten Gehwegen verbleiben, denn einige Arten keimen spät und sind sehr trittempfindlich.


Hochbeete bepflanzen und pflegen

Mitglieder von der Fraueninitiative Neuruppin, vom Verschönerungs-Verein e.V. und von Klima und Alltag e.V. mit Unterstützung des Stadtservices, der den Wasser-Container zur Verfügung stellt. mehr …

„Wie schön, dass Sie das machen“, solche oder ähnliche Anerkennungen gibt es immer wieder und manchmal entspinnt sich ein kleines Gespräch wie über einem Gartenzaun. Sie möchten nicht nur reden, sondern auch etwas tun?

Wie wäre es mit einer Baumscheibenpatenschaft? Diese wertvolle Initiative wurde ursprünglich von der Fraueninitiative in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung der Fontanestadt Neuruppin ins Leben gerufen und wird heute durch das Sachgebiet Stadtgrün der Fontanestadt Neuruppin koordiniert.

Bei Interesse an einer Patenschaft ist Frau Ladendorf (E-Mail: baumwart@stadtneuruppin.de, Tel.: 03391 355-740) Ihre direkte Ansprechpartnerin in der Stadtverwaltung.

Die genannten Vereine haben viele Ideen und Angebote und freuen sich über neue Aktive.


Und der Klappgraben?
Sein unterirdischer Wasserlauf befindet sich hier unter dem breiten Gehweg zwischen der Schinkelstraße und der kleinen Wiese mit dem sich anschließenden Asphalt in der Verlängerung.
Der Klappgraben hat seinen Namen wohl durch die Schleusen-Klappen erhalten, mit denen sein Wasserstand reguliert werden kann. Er durchquert unterirdisch die Stadt bis hinunter zum See und ist Teil des kulturellen Erbes der Stadt Neuruppin. mehr …

Der Klappgraben hatte verschiedene Aufgaben: Er diente

  • zur Füllung der Gräben in den Wallanlagen im Verteidigungsfall,
  • zum Abtransport von Abfällen aus den Kasernen,
  • zur Nutzung des Wassers zum Feuerlöschen,
  • als Wasserquelle für verschiedene Gewerbe.

Hier in der Schinkelstraße in Richtung See wurden archäologische Ausgrabungen gemacht, die den historischen Verlauf des Grabens zeigen. Bei einem Spaziergang – bis zur Friedrich-Engels-Straße, dann ein kurzes Stück nach rechts bis zur Lücke zwischen den Häusern – sind Spuren der alten Stadtbefestigung zu entdecken.

Während der DDR-Zeit, als in und um die Stadt herum sehr viel sowjetisches Militär lebte und der Flugplatz stark genutzt wurde, floss u.a. viel Kerosin durch den Klappgraben in den See. Der See verschmutzte damit und konnte an einigen Stellen nicht zum Baden genutzt werden.

(historisches Bild vom Platz mit offenem Graben, historische Karte mit dem Verlauf wie hier zu finden:

https://ag-historische-stadtkerne.de/wp-content/uploads/2020/04/Ausstellung_Neuruppin2019_web.pdf

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